Nicht jede Praxis benötigt einen Chairside-Scanner, eine Fräsmaschine und einen Ofen im Behandlungsraum. Es handelt sich um eine beträchtliche Investition, die sich nur für bestimmte Praxistypen lohnt – die richtige Patientengruppe, das richtige Team. Bevor Sie in Geräte investieren, sollten Sie sich fünf Minuten Zeit nehmen, um zu prüfen, ob Ihre Praxis tatsächlich zu diesen Gruppen gehört.
Die digitale Fertigung direkt am Behandlungsstuhl ermöglicht es Ihnen, die Aufgaben, die früher ein Labor übernommen hat, intern zu erledigen: Scannen, Designen und Fräsen einer Krone, eines Veneers oder eines Inlays. So ist das Ergebnis noch am selben Tag fertig – in nur einer Sitzung statt zwei. Das System eignet sich besonders gut, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: Sie haben genügend Aufträge, um die Geräte auszulasten, Ihre Patienten legen Wert auf Schnelligkeit und ein angenehmes Arbeitserlebnis, und jemand in Ihrem Team möchte den Arbeitsablauf selbst steuern. Fehlt eine dieser drei Voraussetzungen, wird das Gerät meist nur unzureichend genutzt.
Wenn Kronen, Veneers und ästhetische Behandlungen, die Sie am selben Tag anbieten, bereits zu Ihrem Leistungsspektrum gehören – und Ihre Patienten lieber mehr bezahlen, als für einen zweiten Termin wiederzukommen –, ist die Behandlung direkt am Behandlungsstuhl oft das entscheidende Alleinstellungsmerkmal. „Alles in einem Termin“ ist dann nicht mehr nur ein organisatorisches Detail, sondern ein echtes Marketingargument.
Der Betrieb mehrerer Standorte bringt neue Herausforderungen mit sich: die gleichbleibende Qualität und schnelle Bearbeitungszeiten zu gewährleisten, ohne dass jeder Standort separate Outsourcing-Leistungen auslagert. Ein Hub-and-Spoke-Modell ist hier ideal: Ein Standort übernimmt das Fräsen und Sintern intern, Satellitenkliniken scannen die Teile und senden die Dateien. Weniger Abhängigkeit von externen Laboren, weniger Nachbearbeitungen, gleichbleibende Qualität, ohne dass jeder einzelne Behandlungsstuhl ausgestattet werden muss.
Bei diesem Patientenaufkommen liegt der Engpass meist nicht in der Anzahl der Patienten, die die Praxis betreten, sondern in der Behandlungszeit und den Labordurchlaufzeiten, die Ihren Terminkalender belasten. Indem Sie unkomplizierte Kronen, Inlays und Veneers in einen Behandlungsablauf integrieren, der direkt am Behandlungsstuhl am selben Tag durchgeführt wird, gewinnen Sie Zeit für komplexere Implantat-, Wurzelkanal- oder Kieferorthopädie-Fälle und reduzieren den Behandlungsstau, der zu Beschwerden von Patienten über lange Wartezeiten zwischen den Terminen führt.
Bei präzisionsgetriebenen restaurativen Arbeiten zeigt das Chairside-Scanning seinen wahren Wert: Eine Genauigkeit von unter 20 Mikrometern und eine enge Präparationsgrenze bedeuten weniger Nachjustierungen am Stuhl und bessere Ergebnisse beim ersten Eingriff. Gerade für Implantatpraxen verkürzt die Komplettabwicklung von Scanning über Design bis hin zur Fräsung die Wartezeit der Patienten auf ihre Krone nach der Operation.
Sie müssen keine große oder repräsentative Praxis sein, um davon zu profitieren. Wenn Sie über einen festen Patientenstamm in der Region, mindestens vier Behandlungszimmer und ein ausreichendes Volumen an restaurativen Eingriffen verfügen, um Ihre Praxis auszulasten, ermöglicht Ihnen die digitale Behandlung direkt am Behandlungsstuhl, mit größeren Praxen in der Nähe zu konkurrieren, ohne deren Größe zu benötigen.
Direkt am Behandlungsstuhl ist nicht immer der beste erste Schritt. Es ist in der Regel zu früh, wenn:
Nichts davon ist von Dauer – es ist hauptsächlich eine Frage des richtigen Zeitpunkts. Viele Praxen beginnen mit Outsourcing, steigern die Fallzahlen und schaffen sich erst dann eigene Behandlungsgeräte an, wenn sich dies wirtschaftlich rechnet.
Bewerten Sie sich anhand der folgenden Liste. Drei oder mehr Punkte deuten auf einen ernsthaften Verdacht hin:
| Patienten warten üblicherweise ein bis zwei Wochen – oder benötigen mehrere Termine –, um eine einzelne Zahnersatzversorgung zu erhalten. | |
| Sie möchten Veneers oder hochwertige Frontzahnarbeiten anbieten, machen sich aber Sorgen um die Passgenauigkeit und Nacharbeiten. | |
| Sie bearbeiten monatlich mehr als 15 Fälle im Bereich der Wiederherstellung von Gebäuden, und zwar zu einem Fallwert, der die Investition deckt. | |
| Der lokale Wettbewerb zwingt Sie dazu, sich durch Geschwindigkeit oder Technologie hervorzuheben. | |
| Sie haben 4 oder mehr Operationssäle | |
| Mindestens ein Zahnarzt oder Techniker in Ihrem Team ist wirklich motiviert, einen digitalen Arbeitsablauf zu erlernen. |
Du bist dir nicht sicher, wo du stehst? Lass es uns gemeinsam herausfinden.Die Zahlen jeder Praxis sehen etwas anders aus, deshalb erzählen Sie uns bitte etwas über Ihre, anstatt zu raten.
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